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München

Kündigung prüfen lassen: Unterlagen

Rechtsanwalt Niklas Gellert
Niklas Gellert · Rechtsanwalt für Arbeitsrecht
GPS Rechtsanwälte München · Erste Einordnung zum Arbeitsrecht
Das Wichtigste in Kürze
  • Zugangstag der Kündigung sofort notieren und Umschlag aufbewahren.
  • Für eine Kündigungsschutzklage gilt regelmäßig eine Frist von drei Wochen ab Zugang (§ 4 KSchG).
  • Arbeitsvertrag, Nachträge, Kündigung und relevante Schreiben geordnet bereithalten.
Fragen zum konkreten Fall? Jetzt anrufen: 089 – 201 741 44

Wer eine Kündigung prüfen lassen möchte, erleichtert eine schnelle rechtliche Ersteinschätzung mit einer vollständigen Unterlagenmappe. Entscheidend ist vor allem der konkrete Wortlaut des Kündigungsschreibens und der Tag, an dem es zugegangen ist. Die folgenden Punkte helfen, den Sachverhalt strukturiert zu erfassen.

Diese Unterlagen gehören in die Prüfung

  • Kündigungsschreiben und Briefumschlag: Sie dokumentieren Formulierung und Zugang.
  • Arbeitsvertrag und Nachträge: Sie enthalten etwa Regelungen zu Tätigkeit, Fristen oder Vergütung.
  • Aktuelle Gehaltsabrechnungen: Sie geben den tatsächlichen Vergütungsstand wieder.
  • Abmahnungen, Zielvereinbarungen und Schriftverkehr: Relevant sind nur Unterlagen, die den Kündigungsgrund oder die Vorgeschichte betreffen können.
  • Informationen zu Betrieb und Beschäftigung: Dazu zählen Eintrittsdatum, Betriebsgröße und eine mögliche Schwerbehinderung oder Elternzeit.

Zugangstag und Fristen dokumentieren

Nach § 4 KSchG muss eine Klage gegen die Kündigung grundsätzlich innerhalb von drei Wochen nach Zugang erhoben werden. Ob die Frist im Einzelfall läuft und welches Vorgehen sinnvoll ist, hängt von den konkreten Umständen ab. Notieren Sie deshalb Datum, Uhrzeit und Art des Zugangs. Eine Kündigung bedarf grundsätzlich der Schriftform; § 623 BGB nennt hierfür die gesetzliche Grundlage.

Was Sie vor einer Prüfung nicht tun sollten

Unterschreiben Sie keine zusätzlichen Erklärungen unter Zeitdruck. Dazu können Empfangsbestätigungen, Aufhebungsangebote oder allgemeine Ausgleichsklauseln gehören. Eine Unterschrift kann je nach Text rechtliche Folgen haben. Bewahren Sie stattdessen die Unterlagen auf und klären Sie die Bedeutung des Dokuments vorab.

Praktischer Ablauf in München

Eine geordnete Chronologie hilft: Wann begann das Arbeitsverhältnis? Was ist vor der Kündigung passiert? Wann ging das Schreiben zu? Mit diesen Angaben kann ein Anwalt für Kündigung in München die nächsten Schritte gezielter einordnen. Für das gerichtliche Verfahren finden Sie außerdem den Überblick zur Kündigungsschutzklage in München.

Häufige Fragen

Ein gut lesbares Foto kann helfen. Für die Frist und die weitere Prüfung sind jedoch auch das Original und Informationen zum Zugang wichtig.

Meist sind das Kündigungsschreiben, Arbeitsvertrag samt Nachträgen, aktuelle Abrechnungen und vorhandener Schriftverkehr zum Anlass der Kündigung.

Nein. Die Frist sollte trotzdem im Blick bleiben. Fehlende Unterlagen können häufig nachgereicht werden.

Rechtsanwalt Niklas Gellert

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