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München

Abfindung verhandeln Tipps München

Rechtsanwalt Niklas Gellert
Niklas Gellert · Rechtsanwalt für Arbeitsrecht
GPS Rechtsanwälte München · Kostenlose Erstberatung
⚡ Das Wichtigste in Kürze
  • Unterschreiben Sie niemals sofort einen Aufhebungsvertrag oder Abfindungsangebot – verhandeln Sie!
  • Die Kündigungsschutzklage ist der stärkste Hebel für eine höhere Abfindung
  • Kennen Sie Ihren Marktwert: Je mehr Fehler die Kündigung hat, desto höher Ihre Verhandlungsposition
  • Professionelle Verhandlung durch einen Fachanwalt bringt durchschnittlich deutlich höhere Abfindungen

Eine Abfindung wird nicht geschenkt – sie wird verhandelt. Und die Qualität der Verhandlung entscheidet darüber, ob Sie mit 10.000 € oder 50.000 € nach Hause gehen. Als Fachanwälte für Arbeitsrecht in München verhandeln wir täglich Abfindungen am Arbeitsgericht München. Hier sind unsere besten Tipps.

Tipp 1: Unterschreiben Sie nichts sofort

Der häufigste und teuerste Fehler: Arbeitnehmer unterschreiben unter Druck einen Aufhebungsvertrag oder ein Abfindungsangebot, ohne es prüfen zu lassen. Arbeitgeber setzen oft bewusst auf Zeitdruck und emotionale Überwältigung.

Unsere Regel: Unterschreiben Sie nie am selben Tag. Nehmen Sie das Angebot mit, sagen Sie "Ich lasse das prüfen" und kontaktieren Sie einen Fachanwalt. Sie haben kein Recht auf Bedenkzeit – aber ein kluger Arbeitnehmer nimmt sie sich trotzdem.

Tipp 2: Nutzen Sie die Kündigungsschutzklage als Hebel

Die Kündigungsschutzklage ist der stärkste Verhandlungshebel, den Sie haben. Warum? Weil sie den Arbeitgeber vor ein echtes Risiko stellt:

  • Wird die Kündigung für unwirksam erklärt, muss er Sie weiterbeschäftigen und das gesamte Gehalt seit Kündigung nachzahlen
  • Je länger das Verfahren dauert, desto teurer wird es für den Arbeitgeber
  • Der Arbeitgeber möchte dieses Risiko vermeiden – und zahlt dafür eine Abfindung

Die 3-Wochen-Frist für die Klage läuft: Handeln Sie schnell.

Tipp 3: Kennen Sie die Schwachstellen der Kündigung

Ihre Verhandlungsposition ist so stark wie die Fehler des Arbeitgebers. Ein erfahrener Fachanwalt prüft systematisch:

Jeder Fehler erhöht Ihre Verhandlungsposition – und damit die Abfindung.

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Rechtsanwalt Gellert findet die Schwachstellen Ihrer Kündigung und verhandelt die maximale Abfindung für Sie.

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Tipp 4-6: Taktik in der Verhandlung

Tipp 4: Fordern Sie mehr als Sie erwarten

Setzen Sie Ihre erste Forderung deutlich über Ihrem eigentlichen Ziel. Wenn Sie eine Abfindung von 30.000 € anstreben, fordern Sie 50.000 €. In Verhandlungen bewegt man sich immer zur Mitte – starten Sie daher hoch genug.

Tipp 5: Verhandeln Sie das Gesamtpaket

Eine Abfindung ist nicht alles. Verhandeln Sie auch:

  • Freistellung unter Fortzahlung der Bezüge (de facto zusätzliches Gehalt)
  • Arbeitszeugnis mit vereinbarter Gesamtnote (mindestens "gut")
  • Beendigungsdatum: Ein späteres Datum kann für das Arbeitslosengeld wichtig sein
  • Turboklausel: Bei vorzeitigem Ausscheiden wird das gesparte Gehalt als zusätzliche Abfindung gezahlt
  • Sperrzeit-sichere Formulierung: Falsche Formulierungen kosten 12 Wochen Arbeitslosengeld

Tipp 6: Nutzen Sie den Zeitfaktor

Für den Arbeitgeber wird jeder Monat teurer: Er muss möglicherweise Annahmeverzugslohn nachzahlen, den Arbeitsplatz freihalten und das laufende Verfahren betreuen. Wer Geduld zeigt und nicht auf den ersten Vergleichsvorschlag anspringt, erzielt oft ein besseres Ergebnis.

Tipp 7: Beauftragen Sie einen Fachanwalt

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ist die beste Investition, die Sie nach einer Kündigung machen können. Die Gründe:

  • Er kennt die realistischen Erfolgschancen und kann Ihren Fall objektiv einschätzen
  • Er weiß, welche Abfindungshöhe in vergleichbaren Fällen erzielt wird
  • Er verhandelt professionell – ohne Emotionen, aber mit Nachdruck
  • Er kennt die Richter am Arbeitsgericht München und ihre Tendenzen
  • Die höhere Abfindung kompensiert die Anwaltskosten in aller Regel mehr als

Bei GPS Rechtsanwälte ist die Erstberatung kostenlos. Wir prüfen Ihren Fall, schätzen die realistische Abfindungshöhe ein und erklären Ihnen den Weg dorthin – ehrlich, direkt und ohne Verpflichtung.

Häufige Fragen: Abfindung

Der wichtigste Hebel ist die Kündigungsschutzklage: Sie setzt den Arbeitgeber unter Druck und zwingt ihn an den Verhandlungstisch. Zusätzlich stärken Kenntnisse über die Schwachstellen der Kündigung und realistische Forderungen Ihre Position.

In den allermeisten Fällen: Nein. Das erste Angebot des Arbeitgebers ist fast immer ein Einstiegsangebot, das deutlich unter dem liegt, was tatsächlich erzielbar ist. Lassen Sie das Angebot von einem Fachanwalt prüfen, bevor Sie darauf reagieren.

Der beste Zeitpunkt ist nach Erhebung der Kündigungsschutzklage, idealerweise im Gütetermin. Vor Klageerhebung haben Sie kaum Verhandlungsmacht, da der Arbeitgeber abwarten kann, ob Sie überhaupt klagen.

Theoretisch ja, praktisch ist es sehr schwierig. Der Arbeitgeber-Anwalt kennt die Verhandlungstaktiken und wird Ihre Unerfahrenheit ausnutzen. Statistisch erzielen Arbeitnehmer mit anwaltlicher Vertretung deutlich höhere Abfindungen.

Bei einem Aufhebungsvertrag fehlt der Druck einer Klage. Fordern Sie Bedenkzeit (mindestens 3 Tage), konsultieren Sie einen Fachanwalt und prüfen Sie, ob eine Kündigung mit anschließender Klage nicht die bessere Strategie wäre. Oft erzielen Sie über die Klage eine höhere Abfindung.

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